Wenn ein Zen-Meister hunderttausend Schüler hat, dann wird es auch hunderttausend individuelle Unterweisungen geben — es gibt da keine Grenze. Ein "Wort" der Unterweisung bedeutet einhunderttausend individuelle Interpretationen.
Sakyamunis Blinzeln, Mahakasyapas Lächeln, Bodhidharmas "Offene Weite-Nichts Heiliges", Daikan Enos Gedicht (...wo sollte sich Staub ansammeln?), ein "Ho" von Rinzai, ein "Körper und Geist sind abgefallen" von Dogen, eine "Geste" von Deshimaru — die Erscheinungen unterscheiden sich vielfach, die Essenz nicht.
Finden sie die Essenz und machen sie sich keinen Kopf darüber, ob die Suche nun einen Tag oder zwanzig Jahre dauert. Ich kenne ein oder zwei Leute, die schon mehr als zwanzig Jahre suchen. Sie sind spirituell natürlich weit fortgeschritten und haben meinen allergrößten Respekt, weil ihre Einstellung die der Buddhas und Patriarchen ist. Ich verneige mich vor ihrer Übung. Jedoch haben sie leider den entscheidenden Punkt noch nicht gesehen. Das ist ihrem persönlichen Karma geschuldet. Andere erlangen es wie gesagt im Nu.
Sakyamunis Geheime Lehre wird bis auf den heutigen Tag ununterbrochen weitergegeben.